13. April 2017

Ehre spielt keine Rolle, wenn du überleben willst ➳ Rezension zu "Rat der Neun"

"Rat der Neun" von Veronica Roth | cbt | 600 Seiten | Selbst lesen?
(Zur Verfügung gestellt von Bloggerportal - danke!)

Jeder Mensch besitzt eine besondere Lebensgabe. Cyras Lebensgabe ist damit verbunden, dass der Schmerz sie, und jeden den sie berührt, umhüllt. Ihr Bruder, Ryzek, setzt sie deshalb als Waffe ein und befiehlt ihr, durch ihre Stromschatten, Menschen zu töten.
Akos, der gemeinsam mit seinem Bruder von Ryzek gefangen genommen wurde, ist der einzige Mensch, der Cyra berühren kann und ihr dabei sogar die Schmerzen für eine kurze Zeit nimmt. Er würde für die Rettung seines Bruders fast alles tun und schon bald stehen Cyra und Akos vor schweren Entscheidungen.

Ich muss vorweg sagen, dass mich "Rat der Neun" äußerst zwiegespalten zurück gelassen hat und es mir sehr schwer fällt, mir eine Meinung darüber zu bilden. Einerseits war das Buch spannend, andererseits zog es sich leider oftmals und ich hatte das Gefühl, dass seitenlang so gut wie gar nichts passierte. Langweilig war es nie, jedoch wartete ich förmlich auf etwas Beeindruckendes, etwas, dass mich dazu bringt, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.

Positiv gefiel mir der Aspekt, dass das Buch teilweise in der 1. Person (Cyras Sicht) und in der 3. Person (Akos Sicht) geschrieben wurde, denn somit hatte man einen noch besseren Einblick in das Geschehen. Beide Protagonisten waren mir außerdem sehr sympatisch und ich liebte die Geschichte zwischen ihnen. Außerdem gefiel mir die Szenerie sehr gut und die hübsch gestaltete Karte der Galaxie ist definitiv den ein oder anderen Blick wert - vor allem hilft sie einem sehr dabei, die vielen Völker zuzuordnen, was mir trotzdem noch einige Schwierigkeiten bereitet hat. :D

Ich fand mich sehr schnell in die Geschichte hinein und die ersten hundert Seiten ließen sich zügig lesen, was sich danach allerdings änderte. Die nächsten Seiten zogen sich unglaublich, was sich bis Seite 400 kaum änderte. Von dort an war ich jedoch wieder absolut begeistert und konnte kaum mehr mit dem Lesen aufhören.
Der Schreibstil ist durchgehend unglaublich gut, wie man es bereits von Veronica Roth's Trilogie "Die Bestimmung" gewohnt ist, was mich ein wenig über den schwachen Mittelteil des Buches hinweg sehen lässt.

Die Geschichte gefiel mir gut und ich möchte gerne wissen, wie es weiter geht. Trotzdem bin ich mir unsicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde, da sich das Buch leider sehr zog. Daher gibt es von mir 4 von 5 Schlüsseln und die Hoffnung auf einen stärkeren zweiten Band.

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